Schulferien in Deutschland 2026 und 2027 — alle Bundesländer im Überblick

Die Schulferien in Deutschland 2026 und 2027 werden von den 16 Kultusministerien festgelegt und nur bei den Sommerferien zentral durch die Kultusministerkonferenz koordiniert. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland starten 2026 zuerst am 29. Juni in die Sommerferien, Bayern beendet sie zuletzt am 14. September.

Wann sind die Schulferien 2026 in Deutschland?

Die Schulferien 2026 laufen je Bundesland gestaffelt zwischen Ende Juni und Mitte September für die Sommerferien, die anderen Ferienblöcke verteilen sich gleichmäßig über das Schuljahr. Die kompletten Termine veröffentlicht die Kultusministerkonferenz im offiziellen Ferienkalender für das Schuljahr 2025/2026.

Die Sommerferien sind der mit Abstand längste Ferienblock und werden zwischen den Ländern bewusst zeitversetzt gelegt. Dadurch verteilt sich der Reiseverkehr und Familien aus unterschiedlichen Bundesländern starten zu verschiedenen Zeitpunkten in die Urlaubssaison.

Die folgende Übersicht zeigt die Sommerferien 2026 in allen 16 Bundesländern nach dem offiziellen KMK-Ferienkalender [Stand: 09.10.2025]:

Bundesland Sommerferien 2026
Baden-Württemberg 30.07. – 12.09.
Bayern 03.08. – 14.09.
Berlin 09.07. – 22.08.
Brandenburg 09.07. – 22.08.
Bremen 02.07. – 12.08.
Hamburg 09.07. – 19.08.
Hessen 29.06. – 07.08.
Mecklenburg-Vorpommern 13.07. – 22.08.
Niedersachsen 02.07. – 12.08.
Nordrhein-Westfalen 20.07. – 01.09.
Rheinland-Pfalz 29.06. – 07.08.
Saarland 29.06. – 07.08.
Sachsen 04.07. – 14.08.
Sachsen-Anhalt 04.07. – 14.08.
Schleswig-Holstein 04.07. – 15.08.
Thüringen 04.07. – 14.08.

Neben den Sommerferien gibt es 2026 in jedem Bundesland weitere Ferienblöcke: Herbstferien im Oktober oder November, Weihnachtsferien rund um Jahreswechsel 2025/2026 und 2026/2027, Winterferien in elf Bundesländern zwischen Ende Januar und Anfang März, sowie Oster- und Pfingstferien.

Wann sind die Schulferien 2027 in Deutschland?

Die Sommerferien 2027 starten in 9 Bundesländern bereits Anfang Juli und enden in Bayern am 13. September. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sind 2027 erneut zuerst dran am 28. Juni. Die übrigen Ferienblöcke 2026/2027 liegen im Herbst 2026 und Frühjahr 2027.

Die Kultusministerkonferenz hat die Sommerferien-Rotation 2027 nach dem mehrjährigen KMK-Modell festgelegt. Dabei wechseln die Bundesländer turnusmäßig zwischen früheren und späteren Sommerferien-Terminen.

Übersicht Sommerferien 2027 nach dem KMK-Ferienkalender [Stand: 09.10.2025]:

Bundesland Sommerferien 2027
Baden-Württemberg 29.07. – 11.09.
Bayern 02.08. – 13.09.
Berlin 01.07. – 14.08.
Brandenburg 01.07. – 14.08.
Bremen 08.07. – 18.08.
Hamburg 01.07. – 11.08.
Hessen 28.06. – 06.08.
Mecklenburg-Vorpommern 05.07. – 14.08.
Niedersachsen 08.07. – 18.08.
Nordrhein-Westfalen 19.07. – 31.08.
Rheinland-Pfalz 28.06. – 06.08.
Saarland 28.06. – 06.08.
Sachsen 10.07. – 20.08.
Sachsen-Anhalt 10.07. – 20.08.
Schleswig-Holstein 03.07. – 14.08.
Thüringen 10.07. – 20.08.

Bayern und Baden-Württemberg behalten auch 2027 traditionell die spätesten Sommerferien — eine Regelung, die historisch mit der landwirtschaftlich geprägten Erntezeit in Süddeutschland begründet ist und seit der KMK-Vereinbarung von 1964 bestehen bleibt.

Welche Ferientypen gibt es im deutschen Schuljahr?

Das deutsche Schuljahr kennt fünf Hauptferientypen: Herbstferien, Weihnachtsferien, Winter- oder Faschingsferien, Oster- bzw. Frühjahrsferien sowie Sommerferien. Hinzu kommen in einigen Bundesländern Pfingstferien als sechste eigenständige Ferienblock. Insgesamt summieren sich die Schulferien auf rund 75 Kalendertage pro Schuljahr.

Herbstferien liegen in allen 16 Bundesländern zwischen Anfang Oktober und Anfang November. Sie dauern in der Regel ein bis zwei Wochen und fallen 2026 je nach Land in den Zeitraum vom 5. Oktober bis 7. November.

Weihnachtsferien umfassen den Jahreswechsel und dauern zwei bis drei Wochen. Sie beginnen 2026 je nach Bundesland zwischen dem 21. und 24. Dezember und enden zwischen dem 1. und 12. Januar 2027.

Winter- oder Faschingsferien gibt es nicht in allen Bundesländern. 2026 haben Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein keine Winterferien. Die übrigen elf Länder legen sie zwischen Ende Januar und Ende Februar.

Oster- oder Frühjahrsferien liegen in allen 16 Bundesländern zwischen Mitte März und Mitte April. Sie dauern ein bis zwei Wochen und richten sich an Karfreitag und Ostermontag aus.

Sommerferien sind mit 40 bis 45 Tagen der längste Ferienblock und werden zwischen den Bundesländern KMK-koordiniert gestaffelt.

Pfingstferien existieren als eigenständiger Ferienblock von zwei Wochen nur in Bayern und Baden-Württemberg. In den anderen Bundesländern gibt es höchstens einzelne Pfingst-Brückentage oder Christi-Himmelfahrt-Freitage.

Zusätzlich haben die meisten Bundesländer ein bis sechs bewegliche Ferientage pro Schuljahr, die einzelne Schulen flexibel rund um Brückentage oder lokale Feste setzen können.

Warum sind die Schulferien je Bundesland unterschiedlich?

Die Schulferien sind je Bundesland unterschiedlich, weil die Bildungshoheit in Deutschland Ländersache ist und jedes Bundesland seine Ferientermine außer den Sommerferien selbst festlegt. Die Kultusministerkonferenz koordiniert ausschließlich die Sommerferien-Rotation, um den deutschlandweiten Reiseverkehr zu entzerren.

Die Bildungshoheit der Länder ergibt sich direkt aus dem Grundgesetz, das Schul- und Bildungspolitik den 16 Bundesländern überlässt. Jedes Land regelt damit Schulpflicht, Schulstruktur, Lehrplan und eben auch die Ferientermine durch sein eigenes Kultusministerium oder Bildungsministerium.

Bei Herbst-, Weihnachts-, Winter-, Oster- und Pfingstferien orientieren sich die Länder an regionalen Traditionen, religiösen Feiertagen und schulorganisatorischen Erfordernissen. Daher fallen die Termine teils nur um wenige Tage auseinander, teils aber auch um zwei bis drei Wochen — etwa wenn Bayern und Baden-Württemberg ihre Sommerferien später ansetzen als Hessen oder Rheinland-Pfalz.

Die Sommerferien-Staffelung verhindert, dass alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland gleichzeitig in den Sommerurlaub starten. Ohne diese Koordination kämen Autobahnen, Bahnverkehr und Urlaubsregionen jedes Jahr in derselben Woche an ihre Kapazitätsgrenze.

Wie funktioniert die Sommerferien-Rotation der KMK?

Die Sommerferien-Rotation der Kultusministerkonferenz teilt die 16 Bundesländer in 5 Gruppen ein, die in einem mehrjährigen Zyklus zwischen frühen und späten Sommerferien-Terminen wechseln. Bayern und Baden-Württemberg sind durch die KMK-Vereinbarung von 1964 dauerhaft den spätesten Terminen zugeordnet.

Die Kultusministerkonferenz, kurz KMK, ist ein freiwilliger Zusammenschluss der 16 Bildungsminister der deutschen Bundesländer. Sie hat zwar keine direkte Gesetzgebungskompetenz, koordiniert aber durch Beschlüsse die länderübergreifenden Bildungsthemen — darunter eben die Sommerferien-Termine.

Die Sommerferien-Vereinbarung legt für jedes Schuljahr fest, welche Bundesländer früh, mittel oder spät in die Sommerferien starten. Die Rotation reicht typischerweise von Ende Juni bis Mitte September und deckt damit einen 10- bis 11-Wochen-Korridor ab. Ein einzelnes Bundesland hat 6 Wochen Sommerferien innerhalb dieses Korridors.

Frühe Sommerferien 2026 hat die Gruppe Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland am 29. Juni. Mittlere Termine starten zwischen 2. und 13. Juli, zu dieser Gruppe gehören 2026 unter anderem Niedersachsen, Bremen, Berlin und Brandenburg. Späte Termine liegen ab 20. Juli mit Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern am Ende.

Die Sonderrolle von Bayern und Baden-Württemberg geht zurück auf die historische Argumentation des Bayerischen Kultusministeriums in den 1960er Jahren: Da Pfingsten in beiden Ländern als echte zwei Wochen Pfingstferien gefeiert wird, sollen die Sommerferien dafür später ansetzen. Diese Regelung blieb bis heute Bestandteil der KMK-Vereinbarung.

Welches Bundesland hat die meisten Ferientage?

Bayern und Baden-Württemberg haben mit rund 90 Ferientagen pro Schuljahr die meisten Ferien, weil beide Länder als einzige zwei Wochen Pfingstferien als eigenständigen Ferienblock führen. Die übrigen Bundesländer kommen auf etwa 75 Ferientage pro Schuljahr verteilt auf 4 bis 6 Ferienblöcke.

Die Differenz von rund 15 Tagen zwischen Süddeutschland und dem Rest der Republik erklärt sich durch genau diese Pfingstferien-Sonderregelung. In den meisten anderen Bundesländern fällt Pfingsten nur als verlängertes Wochenende durch den Pfingstmontag und je nach Schule durch einen beweglichen Ferientag aus.

Bei den Sommerferien selbst liegen Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg 2026 mit jeweils 45 Tagen vorn. Die kürzesten Sommerferien haben Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 40 Tagen.

Bewegliche Ferientage erhöhen die Gesamtferienzeit je nach Schule um drei bis sechs zusätzliche Tage. Diese werden lokal an Schulkonferenz oder Schulleitung entschieden und häufig an Brückentage rund um Christi Himmelfahrt, Allerheiligen oder Reformationstag gelegt.

Wie plant man Urlaub um die Schulferien?

Urlaubsplanung um die Schulferien beginnt idealerweise 9 bis 12 Monate vor Reisebeginn, weil Hochpreiszeiten wie Sommerferien und Weihnachten frühzeitig ausgebucht sind. Familien aus Bundesländern mit frühen Sommerferien wie Hessen oder Rheinland-Pfalz profitieren von günstigeren Reisepreisen in der ersten Juli-Hälfte.

Die folgenden 4 Planungs-Schritte strukturieren die Urlaubsplanung um Schulferien:

  1. Ferientermine des eigenen Bundeslandes nachschlagen im offiziellen Kalender des zuständigen Kultusministeriums oder im KMK-Ferienkalender.
  2. Brückentage identifizieren, an denen ein bis drei Urlaubstage rund um einen Feiertag eine volle Woche frei ergeben können.
  3. Reisepreise vergleichen zwischen dem eigenen Bundesland-Termin und benachbarten Ländern — bei flexibler Reiseplanung lohnt sich oft der Sprung in eine angrenzende Region mit anderem Ferienkalender.
  4. Frühbucher-Rabatte nutzen, die typischerweise sechs bis acht Monate vor Reisebeginn enden und 10 bis 30 Prozent Ersparnis bringen.

Wer flexibel reisen kann, etwa Lehrkräfte oder Erwerbstätige ohne schulpflichtige Kinder, legt Reisen in die Ränder der Sommerferien. Anfang Juli sind 10 von 16 Bundesländern noch in der Schule, ab Mitte September wieder alle. In diesen Übergangsphasen liegen Hotelpreise 20 bis 40 Prozent unter dem Hochpreis-Peak Anfang August.

Die Brückentage 2026 und 2027 ergeben besonders viel Urlaubswert rund um Christi Himmelfahrt, Tag der Deutschen Einheit und Allerheiligen — je nach Bundesland teils mit nur 2 bis 3 Urlaubstagen für eine volle Freiwoche.

Häufige Fragen zu Schulferien in Deutschland

Diese fünf Fragen ergänzen die obigen Hauptkapitel um spezifische Detail-Aspekte, die regelmäßig in der Schulferien-Planung auftauchen.

Wann beginnt das Schuljahr 2026/2027 in Deutschland?

Das Schuljahr 2026/2027 beginnt je nach Bundesland zwischen Ende August und Mitte September 2026. Der erste Schultag richtet sich nach dem Ende der Sommerferien im jeweiligen Bundesland. Bremen und Niedersachsen starten 2026 als erste am 13. August in das neue Schuljahr, Bayern als letztes am 15. September.

Welche Bundesländer haben 2026 keine Winterferien?

2026 haben Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein keine eigenständigen Winterferien. Die übrigen elf Bundesländer legen Winterferien zwischen Ende Januar und Ende Februar 2026 mit ein bis zwei Wochen Dauer.

Wann ist der letzte Schultag vor den Sommerferien 2026?

Der letzte Schultag vor den Sommerferien 2026 ist der Freitag oder Montag vor dem ersten offiziellen Ferientag des Bundeslandes. In Hessen und Rheinland-Pfalz ist das der 26. Juni 2026, in Bayern der 31. Juli 2026. Die genaue Regelung legt das jeweilige Kultusministerium fest.

Sind Schulferien Pflichtferien für Lehrkräfte?

Schulferien sind keine Pflichtferien für Lehrkräfte im rechtlichen Sinne. Lehrkräfte als Beamte oder Angestellte haben Anspruch auf den regulären Erholungsurlaub von 30 Tagen pro Jahr, der jedoch verpflichtend in die Schulferien zu legen ist. An ferienfreien Tagen erfüllen Lehrkräfte Aufgaben wie Konferenzen, Korrekturen oder Fortbildungen.

Gelten Schulferien auch für Kindergärten?

Schulferien gelten nicht automatisch für Kindergärten in Deutschland. Kindergärten und Kindertagesstätten haben eigene Schließzeiten, die meist mit den Sommerferien überlappen aber kürzer ausfallen — typischerweise 2 bis 3 Wochen im Sommer plus einzelne Schließtage zwischen Weihnachten und Neujahr. Die genauen Termine legen die Träger der jeweiligen Einrichtung fest.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Termin- und Faktenangaben dieses Beitrags basieren auf den offiziellen Veröffentlichungen der Kultusministerkonferenz und der zuständigen Landeskultusministerien.

  • Kultusministerkonferenz — Ferienkalender 2025/2026 und 2026/2027 · kmk.org · Die offizielle KMK-Übersicht mit allen Ferienterminen aller 16 Bundesländer, jeweils mit Stand-Datum und Hinweisen zu beweglichen Ferientagen.
  • Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus · km.bayern.de · Verbindliche Ferientermine für Bayern und Erläuterungen zur Pfingstferien-Sonderregelung.
  • Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen · schulministerium.nrw · Offizielle NRW-Ferientermine sowie bewegliche Ferientage und Schulorganisation.
  • Niedersächsisches Kultusministerium · mk.niedersachsen.de · Niedersächsische Ferientermine und Hinweise zur Staffelung mit Bremen.
  • Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin · berlin.de/sen/bildung · Berliner Ferientermine und Schuljahreskalender.
  • Smart-Rechner — Schulferien-Übersicht · smart-rechner.de/ferien · Konsolidierte Tabellen-Übersicht über alle Bundesländer mit interaktivem Kalender.
  • Schulferien Deutschland · schulferien-deutschland.org · Detaillierte Aufbereitung der Ferientermine mit Bundesland-Vergleich und KMK-Bezug.
Thomas Berger

Über Thomas Berger

Redakteur/in

Thomas Berger ist Experte für Stadtentwicklung, Wohnungspolitik und nachhaltige Mobilität. Als freier Journalist und Stadtplaner begleitet er Großprojekte in deutschen Metropolen und Mittelstädten kritisch und konstruktiv.